Derbysieg im Abstiegskrimi

Kreisliga 1

TSC II 9:7 SV Altendorf-Ulfkotte

„Der Start einer Serie?“

Am ersten Herbstferien-Wochenende musste lediglich eine Mannschaft des TSC an heimischer Platte ihr Können unter Beweis stellen. Nach dem ersten Saisonsieg am letzten Wochenende wollte und musste die zweite Mannschaft gegen Altendorf etwas Zählbares mitnehmen, um den direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt auf Distanz zu halten und sich wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt zu sichern.

Die Mannschaft wusste, dass die Doppel heute eine entscheidende Rolle spielen könnten und gingen daher beherzt zur Sache. Das neu formierte Doppel eins mit Markus Hilfert und Marius Heinisch hatte gegen ihr Doppel keine Probleme und gewann souverän mit 3:0. Am Nebentisch bekamen es Nico Korchel und Reinhard Hemmerling mit dem Spitzendoppel der Altendorfer zu tun. Trotz mehrfacher Führung und einige Satzbällen, konnten sie das Spiel nicht nach Hause bringen und mussten sich mit 1:3 geschlagen geben. Im Duell der Doppel 3er behielten Volker Scherweit und Michael Fuhrmann die Nase vorn und brachten den TSC mit 2:1 in Führung.

Im oberen Paarkreuz versuchten dann Markus und Marius die knappe Führung etwas auszubauen. Mit neuem Belag und neuem Selbstvertrauen gelang es Markus, seinen Gegner mit 3:1 zu bezwingen. Dabei zeigte er seine beste Saisonleistung und sorgte für die 3:1 Führung. Marius bekam es derweil mit dem Spitzenspieler der Altendorfer zu tun. Trotz kämpferischer Leistung fehlte ihm letztlich die Sicherheit in seinen Schlägen, um seinen Gegner ernsthaft in Gefahr zu bringen. Nun stand es 3:2.

Die Mitte hatte somit die gleiche Voraussetzung wie zuvor das obere Paarkreuz. Nico war der Erste, der an die Platte ging. Er fand jedoch über die gesamte Spieldauer nie in sein Spiel rein und musste sich daher seinem Gegner geschlagen geben. Volker machte es da besser und raubte seinem Gegner jegliche Spielfreude. In den drei gespielten Sätzen gab er lediglich 10 (!) Bälle verloren und sorgte mit seinem ungefährdeten Sieg für die 4:3 Führung der zweiten Mannschaft.

Das untere Paarkreuz war nun gefragt. Michael spielte an diesem Abend groß auf und ließ den Gegner mit seinem kompromisslosen Angriffsspiel nicht richtig ins Spiel kommen. Auch wenn er das Spiel hinten heraus noch etwas spannend gestaltete, war es letztlich dennoch ein ungefährdeter Sieg, so dass er die zweite Mannschaft mit 5:3 in Führung brachte. Reinhard wollte sich da natürlich nicht lumpen lassen und ebenfalls einen Sieg einfahren. Er konnte seinen Gegner fast über die gesamte Dauer des Spiels in Schach halten und holte dabei starke Bälle wieder, womit er seinem Gegner letztlich „den Zahn zog“. Auch Reinhard konnte sein Spiel souverän gewinnen. Zur Halbzeit hieß es somit 6:3 für den TSC.

Im zweiten Durchgang versuchte Markus den Spitzenspieler der Gäste zu bezwingen. Mehr als ein Satzerfolg war aber leider auch bei ihm nicht drin. Am Nebentisch ging es für Marius ins zweite Einzel. Auch in dieser Partie konnte er sein Spiel nie wirklich durchbringen, so dass er auch sein zweites Spiel nicht erfolgreich gestalten konnte. Durch die beiden Niederlagen im oberen Paarkreuz schmolz die Führung auf 6:5 zusammen.

Im mittleren Paarkreuz lief es dann genau so wie im oberen. Nico kam gegen seinen Gegner zwar besser ins Spiel als noch in seinem ersten Match. Dennoch reichte es nicht für einen Sieg im Einzel. Somit war die Führung dahin. Volkers Spiel lief derweil besser als von ihm erwartet. Er konnte sich eine 2:0 Satzführung erspielen und es sah schon fast danach aus, als könne er auch sein zweites Spiel für sich entscheiden. Sein Gegner hatte jedoch etwas dagegen und es schien so, als hätte er das Spiel von Volker durchschaut. Das Spiel wendete sich komplett und am Ende musste Volker seinem Gegner gratulieren. Aus einem 6:3 wurde somit ein 6:7.
Aber da war ja noch unser unteres Paarkreuz, auf das Verlass war. Michael diktierte sein Spiel fast nach Belieben und sorgte durch seinen zweiten starken Auftritt für den ersten Punkt im zweiten Durchgang. Es lag somit an Reinhard, ob es mit einer Führung oder einem Rückstand ins Schlussdoppel ging. Der Routinier des TSC ließ sich diesen Druck jedoch nicht anmerken und spielte seinen Stiefel runter – mit Erfolg. Durch seinen 3:1 Erfolg sorgte er für die 8:7 Führung. Somit war der zweiten Mannschaft der eine Punkt nicht mehr zu nehmen.

Im Schlussdoppel wollten dann Markus und Marius den Sack zu machen und den zweiten Sieg in Folge eintüten. Das Doppel entwickelte sich zu einer hochklassigen Partie, in dem sich zunächst kein Doppel absetzen konnte. Das Blatt wendete sich unverhofft, als zu Beginn des dritten das Holz von Marius seinen Arbeitsdienst quittierte und nicht mehr zu gebrauchen war. Durch diese kuriose Situation kamen bei einigen Zuschauern erste Zweifel auf den Sieg. Doch nicht mit unserem Doppel eins. Es wirkte fast so, als hätte sich die ganze Anspannung bei unserem Doppel gelegt. Beide Spieler steigerten sich noch einmal und zeigten starke Ballwechsel. Durch die Leistungsexplosion gingen die letzten beiden Sätze souverän an unser Doppel, so dass nach über drei Stunden der Sieger feststand.
Mit dem zweiten 9:7 innerhalb einer Woche verlässt die zweite Mannschaft die Abstiegsränge und befindet sich nun auf dem 9. Tabellenplatz. In den nächsten zwei Wochen stehen ebenfalls zwei richtungsweisende Spiele an, in denen die zweite Mannschaft mindestens genauso erfolgreich spielen will, wie in den letzten beiden Wochen.
Punkte: Hilfert/Heinisch, M. (2), Scherweit/Fuhrmann, Hilfert, Scherweit, Fuhrmann (2), Hemmerling (2)